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<title>Punktdichte</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Punktdichte</span></h1>
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<p>Die <b>Punktdichte</b>, genannt auch <b>Auflösung</b>, ist bei der Bildreproduktion ein Maß für die Detailgenauigkeit einer gerasterten visuellen Darstellung und damit einer der Qualitätsaspekte des technischen Wiedergabeverfahrens. Punktdichten werden beispielsweise im <a href="Vierfarbdruck" title="Vierfarbdruck">Vierfarbdruck</a> oder bei einer <a href="Bildschirm" title="Bildschirm">Bildschirm</a>wiedergabe angegeben. Die häufigste Einheit ist <b>dpi</b> (dots per inch, englisch für „Punkte pro Zoll“).
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einheiten">Einheiten</h2></div>
<p>Übliche Einheiten der Punktdichte in der Praxis sind:
</p>
<ul><li>dpi: dots per inch, englisch für „Punkte pro <a href="Zoll_(Einheit)" title="Zoll (Einheit)">Zoll</a>“</li>
<li>dpcm <span style="font-weight:normal">bzw.</span> dpc: dots per centimetre/centimeter, englisch für „Punkte pro <a href="Zentimeter" class="mw-redirect" title="Zentimeter">Zentimeter</a>“</li>
<li>ppi: pixels per inch, englisch für „<a href="Pixel" title="Pixel">Pixel</a> pro Zoll“</li>
<li>ppcm <span style="font-weight:normal">bzw.</span> px/cm: Pixel pro Zentimeter</li>
<li>ppmm: Pixel pro Millimeter</li>
<li>spi: samples per inch, englisch für „<a href="Abtastung_(Signalverarbeitung)" title="Abtastung (Signalverarbeitung)">Abtastungen</a> pro Zoll“ (z.&nbsp;B. <a href="Scanner_(Datenerfassung)#Scannereigenschaften" title="Scanner (Datenerfassung)">Scanner</a>)</li>
<li>lpi: lines per inch, englisch für „Linien pro Zoll“</li>
<li>L/cm: Linien pro Zentimeter</li>
<li>Weitere Punktedichten: Von Punktdichte spricht man außerdem bei einer gerasterten Bild<i><a href="Abtastung_(Signalverarbeitung)" title="Abtastung (Signalverarbeitung)">abtastung</a></i>, zum Beispiel mittels <i><a href="Scanner_(Datenerfassung)" title="Scanner (Datenerfassung)">Scanner</a></i>. Auch hier ist sie einer der Qualitätsaspekte des Abtast-Verfahrens.</li>
<li>Die Abkürzung <i>HiDPI</i> steht für eine besonders hohe Punktdichte, zum Beispiel bei Bildschirmen mit <a href="4K_(Bildaufl%C3%B6sung)" title="4K (Bildauflösung)">4K-Auflösung</a>.</li></ul>
<p>Für die vom menschlichen Auge „wahrgenommene Qualität“ (<i><a href="Visuelle_Wahrnehmung" title="Visuelle Wahrnehmung">visuelle Wahrnehmung</a></i>) spielen neben der Punktdichte weitere Faktoren eine entscheidende Rolle, unter anderem die <a href="Farbtiefe_(Computergrafik)" title="Farbtiefe (Computergrafik)">Farbtiefe</a> und die <a href="Sch%C3%A4rfe_(Fotografie)" title="Schärfe (Fotografie)">Schärfe</a> der Vorlage selbst.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Begriffliche_Differenzierungen">Begriffliche Differenzierungen</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Einordnung">Einordnung</h3></div>
<p>Die heute gebräuchliche Unterscheidung der Punktdichte in verschiedene Einheiten hat historische Ursachen. Die Universalität digitaler Bilder und ihre Verbreitung im Massenmarkt begann erst in den 1990er Jahren. Bis dahin war die <a href="Bildbearbeitung" title="Bildbearbeitung">Bildverarbeitung</a> in verschiedenen Bereichen angesiedelt:
</p>
<ul><li><a href="Reprotechnik" class="mw-redirect" title="Reprotechnik">Reprotechnik</a></li>
<li><a href="Fotografie" title="Fotografie">Fotografie</a></li>
<li><a href="Drucktechnik" title="Drucktechnik">Drucktechnik</a></li>
<li><a href="Fernsehtechnik" title="Fernsehtechnik">Fernsehtechnik</a></li>
<li><a href="Computergrafik" title="Computergrafik">Computergrafik</a></li></ul>
<p>Jeder Bereich verwendete und verwendet seine eigenen Terminologien und Maßeinheiten. Zwischen diesen Bereichen gibt es oft technische Kompatibilitätsprobleme (siehe dazu auch „<a href="Bildbearbeitung#Gegenwärtige_Entwicklung" title="Bildbearbeitung">Gegenwärtige Entwicklung der Bildbearbeitung</a>“), und es muss stets darauf geachtet werden, welche Techniken und Effekte der aktuellen Wiedergabe zugrunde liegen. Hinzu kommen rein rechnerische Unterschiede durch die Verwendung sowohl des <a href="Angloamerikanisches_Ma%C3%9Fsystem" title="Angloamerikanisches Maßsystem">angloamerikanischen Maßsystems</a> als auch des <a href="Metrisches_System" class="mw-redirect" title="Metrisches System">Metrischen Systems</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Auflösung"><span id="Aufl.C3.B6sung"></span>Auflösung</h3></div>

<p>Umgangssprachlich wird in allen oben genannten Bereichen oft nur der variantenreiche Begriff der „Auflösung“ verwendet.
Dabei ist im Einzelfall jedoch zu unterscheiden, ob es sich beispielsweise um Druckpunkte (englisch „dots“), <a href="Pixel" title="Pixel">Pixel</a>, eine Anzahl Zeilen oder Spalten, eine Gesamtanzahl von Pixeln oder um eine rein rechnerische Größe (zum Beispiel mittels <a href="Sch%C3%A4rfe_(Fotografie)#Bildoptimierung" title="Schärfe (Fotografie)">Interpolation</a>) handelt.
</p><p>Der gelegentlich verwendete Begriff „relative Auflösung“ bezieht sich auf die Pixeldichte in Rastergrafiken, da die Punktdichte eine <i>absolute</i> <a href="Physikalische_Gr%C3%B6%C3%9Fe" title="Physikalische Größe">physikalische Größe</a> ist und direkt gemessen werden kann.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Punkt">Punkt</h3></div>

<p>Bei der Angabe einer Punktdichte muss aus dem Kontext klar hervorgehen, was im Einzelfall unter einem Punkt zu verstehen ist. Gemeint sein kann unter anderem:
</p>
<ul><li>ein aus der Drucktechnik abstammendes Maß, siehe <a href="Punkt_(Einheit)" title="Punkt (Einheit)">Punkt (Einheit)</a></li>
<li>ein (beliebig farbiges) <a href="Pixel" title="Pixel">Pixel</a> einer Vorlage (zum Beispiel einer Grafikdatei) hier passt besser der Begriff <i>Pixeldichte;</i></li>
<li>ein (beliebiger farbiger) Punkt einer Wiedergabe (zum Beispiel eines <i>RGB-Punktes</i> eines <a href="Fl%C3%BCssigkristallanzeige" title="Flüssigkristallanzeige">LCDs</a>);</li>
<li>ein einfarbiger Punkt bei der Wiedergabe (zum Beispiel <i>Dot</i>, <i>Subpixel</i>);</li>
<li>ein beliebig farbiger Druckpunkt eines Spezialwiedergabeverfahrens, zum Beispiel <a href="Thermosublimationsdruck" class="mw-redirect" title="Thermosublimationsdruck">Thermosublimationsdruck</a>;</li>
<li>ein einfarbiger Abtastpunkt eines optischen Sensors;</li>
<li>ein beliebig farbiger Abtastpunkt eines Sensorsystems.</li></ul>
<p>Die Unterscheidung ist wichtig, da zum Beispiel bei gängigen Druckverfahren auf ein Pixel mehrere Druckpunkte fallen und sich die Unterteilung direkt auf das Verhältnis <i>Punkte pro Länge</i> auswirkt. Ein Computerbildschirm hat bezüglich Subpixel horizontal die dreifache Auflösung wie vertikal. Die Aufteilung der Pixel in verschiedenfarbige Wiedergabepunkte geschieht bei vielen <a href="Bildgebende_Verfahren" class="mw-redirect" title="Bildgebende Verfahren">bildgebenden Verfahren</a>, zum Beispiel beim Vierfarbdruck, aber auch bei einem normalen <a href="Bildschirm" title="Bildschirm">Bildschirm</a>. Dort verwendet man für die einfarbigen Wiedergabepunkte auch die Begriffe <i>Subpixel</i>, <i>Segment</i> oder <i>Sample</i>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Punktdichte">Punktdichte</h3></div>

<ul><li>Der Punktdichte liegen folgende Definitionen zu Grunde: 1&nbsp;dpi&nbsp;= 1&nbsp;Punkt pro Zoll, (1&nbsp;Zoll&nbsp;= 25,4&nbsp;mm) Umgerechnet ergibt sich daraus 0,3937&nbsp;Punkt pro cm</li>
<li>1&nbsp;Punkt pro cm&nbsp;= 2,54&nbsp;dpi (logische Umrechnung), Diese Einheit wird auch als <i>dpc</i> für <i>dots per centimetre/centimeter</i> bezeichnet.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Beispiel_1">Beispiel 1</h4></div>
<p>Im angegebenen Beispiel der <i>Fischgrafik</i> rechts ergeben sich für die Bildschirmdarstellung der gelben und blauen „Punkte“ folgende Punktdichten:
</p>
<ul><li>waagerecht: <i>24 Bildpunkte pro Länge a (240 Pixel)</i></li>
<li>senkrecht: <i>20 Bildpunkte pro Länge b (200 Pixel)</i></li></ul>
<p>(jeweils 11&nbsp;ppi auf einem Bildschirm mit 110&nbsp;dpi)
</p><p>Bei üblichen Computermonitoren und Grafiken mit quadratischen Pixeln sind waagerechte und senkrechte Punktdichten identisch.
</p><p>Die Punktdichte der Grafik kann dabei aus der Punktdichte des darstellenden Bildschirms (entsprechend seinen technischen Daten, z.&nbsp;B. 96&nbsp;ppi) oder des Ausdrucks eines Druckers ermittelt werden. Die Grafik selbst (als Computergrafikdatei) hat keine Auflösung in dpi oder ppi, da sie unabhängig vom Darstellungsmedium existiert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Beispiel_2">Beispiel 2</h4></div>
<p>Eine Auflösung von 1200&nbsp;dpi horizontal und 600&nbsp;dpi vertikal entspricht (unter der Annahme, dass die Punkte nahtlos und flächig aneinandergrenzen) einer Punktgröße von 21,2&nbsp;µm × 42,3&nbsp;µm. „1200&nbsp;dpi horizontal“ bedeutet, dass sich 1200 Punkte in der Horizontalen auf 25,4&nbsp;mm verteilen. Demnach hat ein Punkt in der Horizontalen eine Kantenlänge von
</p>
<dl><dd>25,4&nbsp;mm ÷ 1200 = 0,0212&nbsp;mm = 21,2&nbsp;µm.</dd></dl>
<p>Da die Auflösung in der Vertikalen nur 600&nbsp;dpi beträgt, ist hier ein Punkt doppelt so „lang“, nämlich
</p>
<dl><dd>25,4&nbsp;mm ÷ 600 = 0,0423&nbsp;mm = 42,3&nbsp;µm.</dd></dl>
<p>Für einen einzigen solchen Punkt ergibt sich eine Gesamtfläche von
</p>
<dl><dd>21,2&nbsp;µm × 42,3&nbsp;µm = 897&nbsp;µm².</dd></dl>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Anwendungen">Anwendungen</h2></div>
<p>Im Folgenden sind einige gängige Verfahren aufgeführt, in denen die Rasterung eine wesentliche Rolle spielt (Tabelle <i>Typische Punktdichten</i>).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Vierfarbdruck">Vierfarbdruck</h3></div>
<p>Für den <a href="Vierfarbdruck" title="Vierfarbdruck">Vierfarbdruck</a> wird jedes Pixel entsprechend seiner Farbe in Druckpunkte (englisch <i>dots</i>) der vier <a href="Prozessfarbe" title="Prozessfarbe">Prozessfarben</a> (<a href="CMYK" class="mw-redirect" title="CMYK">CMYK</a>) aufgelöst. Je feiner die Halbton-Druckraster <a href="Aufl%C3%B6sung_(Messtechnik)" title="Auflösung (Messtechnik)">aufgelöst</a> sind (Punktdichte), umso besser vermischen sich diese Druckpunkte im Ergebnis für das menschliche Auge.
</p>

<table class="wikitable floatright">
<caption>Typische Punktdichten in der Praxis
</caption>
<tbody><tr class="hintergrundfarbe6">
<th>Anwendung
</th>
<th>Punktdichte
</th></tr>
<tr>
<td><a href="Zeitung" title="Zeitung">Tageszeitung</a>, 1993<br>(<a href="Rasterweite" class="mw-redirect" title="Rasterweite">Weite</a> des Halbtonrasters)
</td>
<td style="text-align:right">75–85 <b>lpi</b><sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</td></tr>
<tr>
<td>Moderne Tageszeitung<br>(Weite des Halbtonrasters)
</td>
<td style="text-align:right">150 <b>lpi</b>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Laserdrucker" title="Laserdrucker">Laserdrucker</a>
</td>
<td style="text-align:right">1200 <b>dpi</b>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Tintenstrahldrucker" title="Tintenstrahldrucker">Tintenstrahldrucker</a>
</td>
<td style="text-align:right">1200 <b>dpi</b>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Ausbelichtung" title="Ausbelichtung">Foto-Ausbelichtung</a>
</td>
<td style="text-align:right">300 <b>ppi</b>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Thermosublimation" class="mw-redirect" title="Thermosublimation">Thermosublimationsdrucker</a>
</td>
<td style="text-align:right">300 bis 400 <b>ppi</b>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Scanner_(Datenerfassung)#Flachbettscanner" title="Scanner (Datenerfassung)">Flachbettscanner</a>
</td>
<td style="text-align:right">1200 <b>ppi</b>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Kleinbild" class="mw-redirect" title="Kleinbild">Kleinbild</a>-Film<br>(ungefähres Äquivalent zwischen<br> Filmkorn und angenommener Rasterung)
</td>
<td style="text-align:right"><a href="Ausbelichtung#Analoges_Ausgangsmaterial" title="Ausbelichtung">2000–10.000 <b>ppi</b></a>
</td></tr>
<tr>
<td>Hochwertiger Filmscanner
</td>
<td style="text-align:right">4800 <b>ppi</b>
</td></tr>
<tr>
<td>Diabelichtung <a href="4K_(Bildaufl%C3%B6sung)" title="4K (Bildauflösung)">4K</a>/<a href="8K_(Bildaufl%C3%B6sung)" title="8K (Bildauflösung)">8K</a><br>(bei Kleinbild-Dias)
</td>
<td style="text-align:right">2900/5800 <b>ppi</b>
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Computermaus" title="Computermaus">Computermaus</a><br>(Dichte erfassbarer Einzelschritte)
</td>
<td style="text-align:right">400 bis 16.000 <b>dpi</b>
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ausbelichtung_auf_Fotopapier">Ausbelichtung auf Fotopapier</h3></div>
<p>Bei einer <a href="Ausbelichtung" title="Ausbelichtung">Ausbelichtung</a> auf <a href="Fotopapier" title="Fotopapier">foto-chemischem Papier</a> entsteht kein sichtbares Druckraster. Die maximal erreichbare Wiedergabequalität wird vom optischen Belichtungsprozess sowie von den chemischen und physikalischen Papiereigenschaften (z.&nbsp;B. Korngröße, Oberflächenbeschaffenheit) bestimmt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Scanner">Scanner</h3></div>
<p><a href="Scanner_(Datenerfassung)" title="Scanner (Datenerfassung)">Scanner</a> erfassen eine Vorlage in der Regel nach einem Rasterverfahren, zeilen- und punktweise. Aus der Historie heraus wird die Abtastdichte in Bildpunkten pro Zoll <i>(dpi)</i> angegeben, da sie früher fast ausschließlich in der <a href="Druckvorstufe" title="Druckvorstufe">Druckvorstufe</a> und für einen späteren Druck verwendet wurde. Scans sind heute üblicherweise auf Pixel bezogen, so dass auch die Einheit „ppi“ Verwendung findet.
</p><p>Siehe auch: <i><a href="Fax" title="Fax">Fax</a></i>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Digitalkamera">Digitalkamera</h3></div>
<p>Die Detailgenauigkeit von digital aufgenommenen Fotos wird meist durch die Gesamtanzahl der aufgenommenen Pixel des Sensors („Bildgröße“ des Sensors in <a href="Megapixel" title="Megapixel">Megapixel</a>) angegeben.
</p><p>Zu beachten ist, dass auch andere (optische und elektrische) Komponenten in der Kamera die erzielbare Bildqualität wesentlich mitbestimmen und beschränken.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bildschirm">Bildschirm</h3></div>
<p>Bei <a href="Bildschirm" title="Bildschirm">Bildschirmen</a> sind für die Detailgenauigkeit der Wiedergabe im Wesentlichen die folgenden Werte von Bedeutung:
</p>
<ul><li>die Anzahl Bildpunkte in horizontaler und in vertikaler Richtung, jeweils in Pixeln</li>
<li>die Kantenlänge dieses sichtbaren Bildbereichs in cm bzw. Inch</li></ul>
<p>Daraus errechnet sich für die Waagrechte und die Senkrechte jeweils eine Punktdichte (Wiedergabeauflösung) in Pixel pro Inch (ppi):
</p>
<dl><dd><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle d_{\text{p}}={\sqrt {w_{\text{p}}^{2}+h_{\text{p}}^{2}}}}">
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<dl><dd><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle ppi={\frac {d_{\text{p}}}{d_{\text{i}}}}}">
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<ul><li><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle d_{\text{p}}}">
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<li><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle w_{\text{p}}}">
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<li><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle h_{\text{p}}}">
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<li><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle d_{\text{i}}}">
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<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle d_{\text{i}}}</annotation>
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</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/10e5609ebdb933856184a157c66222458fa0a26f.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -0.671ex; width:1.899ex; height:2.509ex;" alt="{\displaystyle d_{\text{i}}}" loading="lazy"></span> ist die diagonale Länge des sichtbaren Bildbereichs in Inches. (Bildschirmgröße in Zoll, zum Beispiel 22".)</li></ul>
<p>In der Praxis unterscheiden sich die Geräte in beiden Klassifizierungen. Insbesondere der oft genannte Wert von „72&nbsp;ppi“ (für „RGB-Pixel“) ist nicht für alle Geräte zutreffend.
</p><p>Beispiele:
</p>
<ul><li>Ein 20-Zoll-Bildschirm (50,8&nbsp;cm Diagonale) mit 1680&nbsp;×&nbsp;1050 Bildpunkten hat 99,06&nbsp;ppi.</li>
<li>Ein 10,1-Zoll-<a href="Netbook" title="Netbook">Netbook</a>-Bildschirm (25,65&nbsp;cm Diagonale) mit 1024&nbsp;×&nbsp;600 Bildpunkten hat 118&nbsp;ppi.</li>
<li>Ein 9,7-Zoll-Bildschirm (24,6&nbsp;cm Diagonale) mit 2048&nbsp;×&nbsp;1536 hat 264&nbsp;ppi.</li>
<li>Ein 4,8-Zoll-Bildschirm (12,2&nbsp;cm Diagonale) mit 1280&nbsp;×&nbsp;720 hat 306&nbsp;ppi.</li>
<li>Ein 3,5-Zoll-Bildschirm (8,9&nbsp;cm Diagonale) mit 960&nbsp;×&nbsp;640 hat 329,65&nbsp;ppi.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Computermaus">Computermaus</h3></div>
<p>Bei <a href="Computermaus" title="Computermaus">Computermäusen</a> wird zur Angabe einer Führungsgenauigkeit die Anzahl erfassbarer kleinster Einzelschritte pro Längeneinheit gegeben. Die übliche Einheit dafür ist <i>dpi, cpi</i> („counts per inch“) oder <i>ppi</i> („pulses per inch“), da sie auf Schritte und nicht auf Druckpunkte bezogen ist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Pixeldichte_einer_Grafikdatei">Pixeldichte einer Grafikdatei</h3></div>
<p>Die Wiedergabequalität im Sinne von <i>Detailreichtum</i> von Rastergrafik-<a href="Datei" title="Datei">Dateien</a> (beispielsweise im <a href="JPEG" title="JPEG">JPEG</a>- oder <a href="Portable_Network_Graphics" title="Portable Network Graphics">PNG</a>-Format) hängt im Wesentlichen vom Wiedergabeverfahren sowie der <a href="Bildgr%C3%B6%C3%9Fe" class="mw-redirect" title="Bildgröße">Bildgröße</a> der Grafik in (Mega-)Pixeln ab.
</p><p>Die Grafikdaten selbst besitzen keine inhärente qualitätsbestimmende Punktdichte. Wohl aber kann in den <a href="Metadaten" title="Metadaten">Metadaten</a> (z.&nbsp;B. <a href="Exchangeable_Image_File_Format#Exif-Einträge" title="Exchangeable Image File Format">EXIF-Einträgen</a>) eine Pixeldichte angegeben werden, die –&nbsp;zusammen mit den Abmessungen in Pixeln&nbsp;– physische Abmessungen (beispielsweise gewünschte Ausgabeabmessungen oder tatsächliche Originalabmessungen) repräsentiert. Beispiele: Die Grafikdaten eines Fotos haben 1800&nbsp;×&nbsp;1200 Pixel, die Metadaten nennen 300 Pixel je Zoll; dies ergebe eine physische Größe von 6&nbsp;Zoll ×&nbsp;4 Zoll (ca. 15&nbsp;cm ×&nbsp;10&nbsp;cm). Eine Vorlage mit 8&nbsp;Zoll ×&nbsp;12 Zoll (ganz grob <a href="A4-Format" class="mw-redirect" title="A4-Format">A4-Format</a>) nehme in der Ausgabedatei eines Scannprogramms eine Fläche von 4800&nbsp;×&nbsp;7200 Pixeln ein, weil der Scanner mit 600&nbsp;dpi gescannt habe; durch die <i>600</i> in den Metadaten könne auf die ursprüngliche Abmessung der gescannten Vorlage geschlossen werden.
</p><p>Zu beachten ist, dass vielfach mehr oder weniger sinnvolle <a href="Voreinstellung" title="Voreinstellung">Defaultwerte</a> in den Metadaten abgelegt werden. Auch ist bei der Bearbeitung zu beachten, dass es von der vorliegenden Software abhängt, was mit Größe <i>100&nbsp;%</i> gemeint ist. Eine Bedeutung ist, dass ein Pixel der Grafikdaten auf einen Punkt am Monitor abgebildet wird (typischerweise bei Grafikprogrammen); die Werte aus den Metadaten werden hierbei nicht beachtet. Eine andere ist, dass eine Skalierung anhand der Metadaten erfolgt, so dass das physische Format auf dem Ausgabemedium angestrebt wird (zum Beispiel bei Fotos in Texten bei der Textverarbeitung).
</p><p>Neben Grafikdateien <i>mit</i> Pixelraster gibt es auch Grafikdateien <i>ohne</i> Pixelraster: die <a href="Vektorgrafik" title="Vektorgrafik">Vektorgrafiken</a>. Hierbei treten zwar – je nach <a href="Dateiformat" title="Dateiformat">Dateiformat</a> – Pixel als <a href="Ma%C3%9Feinheit" title="Maßeinheit">Maßeinheit</a> für <a href="Koordinate" class="mw-redirect" title="Koordinate">Koordinaten</a> in Erscheinung. Da aber <a href="Kommazahl" class="mw-redirect" title="Kommazahl">Kommazahlen</a> als Koordinatenwerte auftreten können, wird damit kein Raster begründet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Pixeldichte-Transformation">Pixeldichte-Transformation</h2></div>
<p>Um eine gerasterte Vorlage einem gerasterten Wiedergabeprozess anzupassen, müssen die Ausgangsdaten transformiert (skaliert) werden. Die folgenden Fälle sind möglich:
</p>
<ul><li><i>Umsetzung 1:1</i>, d.&nbsp;h., die Größe der Vorlage (in Pixeln) entspricht genau der der Ausgabe. Beispiel: einfache <a href="Matrixanzeige" title="Matrixanzeige">Matrixanzeige</a></li>
<li><i>Verkleinerung</i>, d.&nbsp;h., die Größe der Vorlage (in Pixeln) ist größer als die der Ausgabe. Beispiel: 5-MP-JPG-Datei, dargestellt auf dem LCD der Kamera</li>
<li><i>Vergrößerung</i>, d.&nbsp;h., die Größe der Vorlage (in Pixeln) ist kleiner als die der Ausgabe. Beispiel: 1-MP-Foto, dargestellt auf einem LC-Bildschirm der Größe 1600&nbsp;×&nbsp;1200 Pixel (1,9&nbsp;MP)</li></ul>
<p>Die Umsetzung erfolgt dabei fast immer mittels Interpolation zur Errechnung ursprünglich nicht vorhandener Bildpunkte. Vergleiche hierzu auch <a href="Sch%C3%A4rfe_(Fotografie)#Bildoptimierung" title="Schärfe (Fotografie)"><i>Schärfe/Interpolation</i></a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Rasterfrequenz" title="Rasterfrequenz">Rasterfrequenz</a></li>
<li><a href="Bildaufl%C3%B6sung" title="Bildauflösung">Bildauflösung</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><a class="external text" href="https://de.wikibooks.org/wiki/Digitale_bildgebende_Verfahren:_Wiedergabe#Punktdichte">Punktdichte</a>, <i>Digitale bildgebende Verfahren</i>, Wikibook</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.translatorscafe.com/cafe/EN/units-converter/digital-image-resolution/1-3/dot%2Fmeter-dot%2Finch/">dot/meter [dot/m] &lt;—&gt; dot/inch [dpi]</a>, Kateryna Yuri, Englischer Online-Umrechner</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://alvyray.com/Memos/CG/Microsoft/6_pixel.pdf">A Pixel Is Not A Little Square</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Quelle">Quelle</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Mattias Nyman: <i>Four Colors/One Image – Getting Great Color Output with Photoshop, QuarkXPress, and Cachet.</i> Peachpit Press, Berkeley, California 1993, ISBN 1-56609-083-0, S. 5, „Recommended screen frequencies for offset printing; suitable for Newspaper, board“.</span>
</li>
</ol></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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